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\selectlanguage{german}
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\chapter{Der Satz vom primitiven Element}
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\label{chap:21}
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Ich erinnere noch einmal an Definition~\ref{def:einfach} vom Anfang der
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Vorlesung: Eine Körpererweiterung $L/K$ heißt einfach, wenn es ein Element $a ∈
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L$ gibt, sodass $L = K(a)$ ist. Das sind die Körpererweiterungen, die uns am
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wenigsten Angst machen --- dachten wir! Als erste Anwendung der Galoistheorie
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möchte ich zeigen, dass viele Körpererweiterungen, vor denen wir schon immer
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Angst hatten, in Wirklichkeit einfach sind. Vielleicht haben wir uns nicht
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genug gefürchtet?
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\begin{satz}[\mathlib{FieldTheory/PrimitiveElement.html\#Field.exists_primitive_element_iff_finite_intermediateField}]\label{Satz_Aequivalenz_einfach_algebraisch_und_endl_ZK}\index{Körpererweiterung!einfach}\index{Zwischenkörper}
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Eine Körpererweiterung $L/K$ ist genau dann einfach und algebraisch, wenn es
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nur endlich viele Zwischenkörper gibt.
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\end{satz}
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\begin{proof}
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Die Implikation „einfach und algebraisch $⇒$ nur endlich viele Zwischenkörper“
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beweisen wir im \video{22-3} wie folgt. Es sei $L/K$ einfach und algebraisch.
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Wähle also ein Element $a ∈ L$ mit $L = K(a)$, und es sei $f ∈ K[x]$ das
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Minimalpolynom von $a$ über $K$.
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Wir beginnen mit einer Beobachtung: Wenn $K ⊆ Z ⊆ L$ ein Zwischenkörper ist,
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dann sei $g_Z ∈ Z[x]$ das Minimalpolynom von $a$ über $Z$. Weil $f ∈ Z[x]$
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das Element $a$ als Nullstelle hat, ist $g_Z$ in $Z[x]$ und damit auch in
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$L[x]$ ein Teiler von $f$. Wir erhalten so eine Abbildung
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\begin{equation*}
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η : \{\text{Zwischenkörper von } L/K\}
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→ \{\text{normierte Teiler von } f \text{ in } L[x]\}, \quad
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Z ↦ g_Z.
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\end{equation*}
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Die Zielmenge ist endlich: Der Ring $L[x]$ ist faktoriell, und die normierten
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Teiler von $f$ sind bis auf Normierung genau die Produkte von Teilmengen der
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endlich vielen irreduziblen Faktoren von $f$. Es genügt also zu zeigen, dass
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$η$ injektiv ist.
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Dazu konstruieren wir ein teilweises Inverses,
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\begin{equation*}
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μ : \{\text{normierte Teiler von } f \text{ in } L[x]\}
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→ \{\text{Zwischenkörper}\}, \quad
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\sum_{i=0}^{n} b_i·x^i ↦ K(b_0, …, b_n),
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\end{equation*}
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und behaupten, dass $μ◦η = \Id$ ist; daraus folgt sofort die Injektivität von
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$η$. Es sei also ein Zwischenkörper $Z$ gegeben und es sei $g_Z =
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\sum_{i=0}^n b_i·x^i$ das Minimalpolynom von $a$ über $Z$. Wir müssen zeigen,
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dass $K(b_0, …, b_n) = Z$ ist.
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Die Inklusion „$⊆$“ ist klar: Die Koeffizienten $b_i$ liegen in $Z$. Für die
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andere Inklusion beachte, dass $g_Z$ auch das Minimalpolynom von $a$ über dem
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kleineren Körper $K(b_0, …, b_n)$ ist: Das Minimalpolynom $h$ von $a$ über
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$K(b_0, …, b_n)$ teilt das normierte Polynom $g_Z ∈ K(b_0,…,b_n)[x]$;
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umgekehrt liegt $h$ in $Z[x]$ und hat $a$ als Nullstelle, wird also von $g_Z$
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geteilt. Beide Polynome sind normiert, also ist $h = g_Z$. Mit
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Satz~\vref{satz:3-5-4} folgt
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\begin{equation*}
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\bigl[L : K(b_0, …, b_n)\bigr]
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= \bigl[a : K(b_0, …, b_n)\bigr]
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= \deg g_Z
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= [a : Z]
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= [L : Z];
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\end{equation*}
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beachte dabei, dass $L = K(a)$ sowohl über $Z$ als auch über $K(b_0, …, b_n)$
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von $a$ erzeugt wird. Die Gradformel, Satz~\vref{satz:3-6-1}, liefert
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$\bigl[Z : K(b_0, …, b_n)\bigr] = 1$, also die gewünschte Gleichheit.
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Die Umkehrrichtung beweisen wir jetzt und im \video{22-4}. Es sei jetzt
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also $L/K$ eine Körpererweiterung mit nur endlich vielen Zwischenkörpern.
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\schritt{Schritt 1: Die Erweiterung $L/K$ ist algebraisch und endlich.} Zuerst
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die Algebraizität, mit Widerspruchsbeweis: Angenommen, es gäbe ein Element $a
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∈ L$, das transzendent über $K$ ist. Nach
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Satz~\vref{Satz_Vor_Dreiteilung_Zirkel_Lineal} ist dann $K(a)$ isomorph zum
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Körper der gebrochen-rationalen Funktionen $K(x)$, und wir erhalten die
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unendliche Kette von paarweise verschiedenen Zwischenkörpern
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\begin{equation*}
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K(a) ≅ K(x) ⊋ K(x²) ⊋ K(x⁴) ⊋ ⋯ ⊋ K
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\end{equation*}
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--- im Widerspruch zur Annahme\footnote{Die Inklusionen sind echt: Eine
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Gleichung $x^{2ⁱ} = f(x^{2^{i+1}})/g(x^{2^{i+1}})$ ist aus Gradgründen
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unmöglich.}.
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Jetzt die Endlichkeit. Wir wählen induktiv Elemente: Solange $K(a_1, …, a_i)
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⊊ L$ ist, wähle ein Element $a_{i+1} ∈ L ∖ K(a_1, …, a_i)$. So entsteht eine
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echt aufsteigende Kette von Zwischenkörpern; weil es nur endlich viele
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Zwischenkörper gibt, bricht der Prozess ab, und es ist $L = K(a_1, …, a_n)$
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für geeignete Elemente. Als endlich erzeugte algebraische Erweiterung ist
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$L/K$ nach Satz~\vref{Satz_aequivalenzen_Koerpererweiterungen} endlich.
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\schritt{Schritt 2: Einfachheit, falls $K$ endlich ist.} In diesem Fall ist
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auch $L$ endlich, denn $L$ ist ein endlich-dimensionaler Vektorraum über dem
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endlichen Körper $K$. Nach
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Satz~\vref{Satz_Endliche_Mult_Gruppe_also_Zyklisch_S164} ist die
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multiplikative Gruppe $L^*$ zyklisch; es sei $a ∈ L^*$ ein erzeugendes
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Element. Dann enthält $K(a)$ die gesamte Menge $L^*$, also ist $K(a) = L$ und
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$L/K$ ist einfach.
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\schritt{Schritt 3: Einfachheit, falls $K$ unendlich ist.} Wir wissen aus
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Schritt~1, dass $L = K(a_1, …, a_n)$ ist. Betrachte für die unendlich vielen
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Elemente $λ ∈ K^*$ die Zwischenkörper $K\bigl(a_1 + λ·a_2\bigr) ⊆ L$. Weil es
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nur endlich viele Zwischenkörper gibt, existieren $λ_1 ≠ λ_2 ∈ K^*$ mit
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\begin{equation*}
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Z := K(a_1 + λ_1·a_2) = K(a_1 + λ_2·a_2).
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\end{equation*}
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Der Körper $Z$ enthält dann das Element
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\begin{equation*}
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(a_1 + λ_1·a_2) - (a_1 + λ_2·a_2) = (λ_1 - λ_2)·a_2,
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\end{equation*}
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also auch $a_2$, und ebenso das Element
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\begin{equation*}
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λ_2·(a_1 + λ_1·a_2) - λ_1·(a_1 + λ_2·a_2) = (λ_2 - λ_1)·a_1,
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\end{equation*}
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also auch $a_1$. Insgesamt ist $K(a_1, a_2) = K(a_1 + λ_1·a_2)$ --- die
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beiden Erzeuger $a_1$ und $a_2$ lassen sich also durch den einen Erzeuger $a_1
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+ λ_1·a_2$ ersetzen. Wende diesen Trick induktiv an und erhalte am Ende $L =
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K(a_1, …, a_n) = K(b)$, wobei $b$ eine geeignete $K$-Linearkombination der
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Elemente $a_1, …, a_n$ ist. Also ist $L/K$ einfach.
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\end{proof}
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\begin{satz}[Satz vom primitiven Element, \mathlib{FieldTheory/PrimitiveElement.html\#Field.exists_primitive_element}]\label{Satz_vom_primitiven_Element}\index{Satz vom primitiven Element|textbf}\index{Körpererweiterung!separabel}\index{primitives Element!einer Körpererweiterung}
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Jede endliche, separable Körpererweiterung ist einfach.
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\end{satz}
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\begin{proof}
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Es sei $L/K$ eine endliche, separable Körpererweiterung und $N ⊂ \overline{K}$
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die normale Hülle von $L$. Dann ist $N/K$ eine Galoiserweiterung und die
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Zwischenkörper stehen in Bijektion mit den Untergruppen der Galoisgruppe
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$\Gal(N/K)$. Insbesondere hat $L/K$ als Zwischenerweiterung von $N/K$ nur
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endlich viele Zwischenkörper. Die Behauptung folgt dann aus
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Satz~\vref{Satz_Aequivalenz_einfach_algebraisch_und_endl_ZK}.
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\end{proof}
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\begin{kor}\label{Korollar_Beweis_Fehlt_1}
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Jeder endliche Oberkörper von $ℚ$ ist isomorph zu einem Körper der Form
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$ℚ[x]/(f)$, wobei $f ∈ ℚ[x]$ irreduzibel ist.
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\end{kor}
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\begin{proof}
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Es sei $L/ℚ$ endlich. Nach Satz~\ref{Satz_vom_primitiven_Element} ist die
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Erweiterung $L/ℚ$ einfach, also gibt es ein primitives Element $a ∈ L$ und
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$L = ℚ(a)$ ist isomorph zu $ℚ[x]/(f)$, wobei $f ∈ ℚ[x]$ das Minimalpolynom von
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$a$ ist.
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\end{proof}
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Endliche Oberkörper von $ℚ$ sind in der Zahlentheorie natürlich schrecklich
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wichtig und tragen daher einen eigenen Namen.
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\begin{defn}[Zahlkörper, \mathlib{NumberTheory/NumberField/Basic.html\#NumberField}]
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Endliche Oberkörper von $ℚ$ werden als \emph{algebraische
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Zahlkörper}\index{algebraischer Zahlkörper|textbf}\index{Zahlkörper|see{algebraischer Zahlkörper}} bezeichnet.
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\end{defn}
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\begin{bsp}
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Der Körper $ℚ(i,\sqrt2)$ ist ein algebraischer Zahlkörper. Die Erweiterung
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$ℚ(i,\sqrt2)/ℚ$ ist einfach und hat $i+\sqrt2$ als ein primitives Element.
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\end{bsp}
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%%% Local Variables:
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%%% mode: latex
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%%% TeX-master: "AlgebraZahlentheorie"
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